Offiziell: Vettel und Ferrari machen Schluss

"Perfekte Harmonie" nicht mehr gegeben

"Um in diesem Sport die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, ist es für alle Beteiligten unerlässlich, in perfekter Harmonie zusammenzuarbeiten. Das Team und ich haben gemerkt, dass wir nicht länger den gemeinsamen Wunsch verspüren, auch über 2020 hinaus zusammen zu bleiben. Finanzielle Dinge haben bei dieser gemeinsamen Entscheidung keine Rolle gespielt. So denke ich nicht, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen, und so werde ich auch nie denken", sagte Vettel.


Er werde sich jetzt die Zeit nehmen, um darüber nachzudenken, was für ihn in Zukunft "wirklich zählt", so der 32-Jährige weiter. Nach RTL-Informationen will Vettel seine Formel-1-Karriere aber auf jeden Fall fortsetzen. Wo, das ist ab 2021 allerdings völlig offen.Vettel dankte der "gesamten Ferrari-Familie und allen Tifosi auf der ganzen Welt" für die Unterstützung während seiner Zeit in Rot. "Mein erstes Ziel ist jetzt, meinen langen Stint mit Ferrari zu beenden, in der Hoffnung, gemeinsam noch ein paar wunderschöne Momente zu erleben - zusätzlich zu denen, die wir schon genossen haben."


Wann Vettel die Chance auf seine letzten Ferrari-Momente bekommt, ist offen. Wegend er Corona-Pandemie steht die Formel 1 momentan still. Die Saison soll Anfang Juli mit einem Doppel-GP in Österreich starten.


Binotto würdigt Vettel

Scuderia-Teamchef Mattia Binotto sagte, es habe keinen spezifischen Grund für die Trennung gegeben, außer dem gemeinsamen Glauben, "dass die Zeit gekommen ist, getrennte Wege zu gehen, um unsere jeweiligen Ziele zu erreichen."


Der Italiener dankte Vettel für seine "menschlichen Qualitäten, die er in diesen fünf Jahren gezeigt hat. Wir haben es noch nicht geschafft, zusammen einen WM-Titel zu gewinnen, wir glauben aber, dass wir aus dieser ungewöhnlichen 2020er Saison noch viel herausholen können".Vettel fährt seit 2015 für Ferrari, gewann mit dem Cavallino Rampante in 101 Grand-Prix-Starts 14 Rennen. Mehr Siege in Rot feierten nur F1-Rekordchampion Michael Schumacher (72) und Niki Lauda (15). "Sebastian ist schon jetzt Teil der Scuderia-Geschichte", sagte Binotto.Vettels Traum, wie sein Vorbild Schumacher mit Ferrari Weltmeister zu werden, blieb in seinen sechs Jahren beim Team aus Maranello unerfüllt. 2017 und 2018 wurde der 32-Jährige mit Ferrari hinter Lewis Hamilton Vize-Weltmeister.


Quelle rtl.de / presseportal.de

Antworten